Die unterschätzte Kunst der Pfotenpflege

Iris Hack • 23. Februar 2026

Warum ich bei meinem Langhaarhund regelmäßig zwischen den Ballen schneide

Pfotenpflege klingt erstmal nach einem Thema für echte Hundenerds. Aber ehrlich gesagt, wer mit einem Langhaarhund lebt und aktiv draußen unterwegs ist, weiß, wie wichtig es ist, sich regelmäßig um die Haare zwischen den Ballen zu kümmern. Ich schreibe diesen Beitrag aus eigener Erfahrung als Mensch einer vierbeinigen Schneeliebhaberin, deren Pfoten immer besondere Zuwendung brauchen.
Wintermärchen mit Schneeklumpen? Lieber nicht!
Kaum schneit es, ist meine Hündin im Glück. Sie tobt, buddelt und wälzt sich. Sie liebt den Schnee, fast schon mehr als jedes Leckerli. Doch die Freude ist oft schnell vorbei. Zwischen ihren Ballen bilden sich kleine Eisklumpen. Sie bleibt stehen, hebt vorsichtig eine Pfote, dann die nächste. Spätestens jetzt ist klar, das Fell zwischen den Ballen ist zu lang und verwandelt sich in eine perfekte Sammelstelle für Schnee. Die Spaziergänge werden plötzlich sehr kurz oder ich knibble unterwegs verzweifelt mit klammen Fingern die Eisklumpen heraus.

Salz und Splitt! Unsichtbare Feinde im Winter
Im Winter gibt es noch einen Gegner, und zwar Streusalz. Das kann die empfindliche Haut der Hundepfoten reizen und sogar kleine Wunden verursachen. Auch im Februar und März liegt häufig noch Salz auf den Wegen. Ich greife zum feuchten Tuch, doch ganz sauber werden die Pfoten selten. Natürlich möchte mein Hund nachher alles von den Pfoten ablecken. Auch feucht abgerieben bleibt oft etwas hängen. Weniger Probleme macht das alles, wenn die Haare zwischen den Ballen gekürzt sind. Die Pfoten lassen sich einfacher pflegen und ich merke, wie meine Hündin sich danach wohler fühlt.

Wenn der Frühling kommt: Salzreste, feuchter Boden und die ersten Plagegeister
Mit den ersten wärmeren Tagen im Frühjahr ist die Salzgefahr auf den Wegen noch längst nicht verschwunden. Die Rückstände liegen oft bis weit in den Frühling hinein und warten nur darauf, in den Pfoten zu landen. Meine Hündin hat schon so manches Extra-Schleckerli von ihren Ballen genommen, das ich lieber vermieden hätte.
Und dann geht es los mit den Insekten. Zecken zeigen sich häufig schon früh in der Saison. Gerade zwischen den Ballen habe ich bei meinem Hund schon einige entdeckt. Das feuchte, geschützte Milieu ist ideal. Mit dem Sommer, wenn die Wiesen richtig trocken werden, kommen auch Grasmilben ins Spiel. Die kleinen Plagegeister bevorzugen heiße, trockene Tage und können bei empfindlichen Hunden für Juckreiz und Hautprobleme sorgen, besonders wenn die Ballenhaare zu lang sind und sie sich dort bequem einnisten.
Ein gepflegter Zwischenbereich hilft dabei, Zecken und später auch Grasmilben schneller zu entdecken und zu entfernen. Das ist ein weiterer wichtiger Grund für die regelmäßige Pfotenpflege mit Trimmschere und feuchtem Tuch.

Nicht nur draußen: auch drinnen ist gute Pfotenpflege wichtig
Wer einen Hund mit viel Fell zu Hause hat und glatte Böden kennt, weiß, eine Rutschpartie ist oft vorprogrammiert. Ob Laminat, Fliesen oder Parkett, zu lange Haare zwischen den Ballen wirken wie kleine Schlittschuhe. Meine Hündin rutscht beim Spielen oder nach dem Morgen-Spurt durchs Wohnzimmer manchmal so, als würde sie Eiskunstlaufen üben. Für sie ist das nicht ungefährlich, besonders weil gerade ältere Hunde oder solche mit Gelenkproblemen leichter ausrutschen und sich schnell etwas zerren können. Seit ich regelmäßig trimme, steht sie sicherer auf den Pfoten und kann sich ohne Akrobatik durchs Wohnzimmer bewegen.

Auch im Sommer: Trimmen statt komplett entfernen
Viele glauben, im Sommer erledigt sich das Problem von selbst oder man sollte alles glatt schneiden. Das stimmt nicht. Hunde haben zwar Schweißdrüsen an den Ballen und der Nase, aber die reichen lange nicht für echte Kühlung. Die Hauptwärmeregulation läuft über das Hecheln und die Verdunstung über Zunge und Atemwege. Trotzdem ist gepflegte Haut wichtig, denn zu viel Fell zwischen den Ballen kann zu feucht-warmen Stellen, dadurch zu Reibung und sogar zu kleinen Entzündungen oder Hauterkrankungen führen.
Mein Hund hat viele Haare zwischen den Ballen und das Trimmen erleichtert ihr das Leben enorm, aber bitte nicht alles entfernen. Die Fellschicht hat eine Schutzfunktion, etwa gegen Hitze und Steine, deshalb ist ein Mittelmaß optimal. Mein Motto lautet, gut getrimmt läuft besser.

Pfoten = Hundefeeling = Menschenfeeling
Ganz ehrlich, wir kennen alle das Gefühl, wenn unsere Füße spröde oder rissig sind. Ein Fußbad, eincremen und schon fühlt man sich erleichtert. Warum sollten Hunde nicht das gleiche Wohlgefühl durch gepflegte Pfoten erleben dürfen? Gepflegte Ballenhaare und -haut machen jeden Spaziergang und jede Wohnzimmer-Runde angenehmer.

Meine Lieblingsprodukte für schnelle und sichere Pflege
Ich habe viel ausprobiert und bleibe immer bei meinen Favoriten. Sie machen den Alltag so viel leichter: 
  • Mini-Schere mit abgerundeter Spitze von Trixie (nicht sicher, ob ich Trixie nenne würde ohne Kooperation)
  • Damit kann ich entspannt und sicher die Haare zwischen den Ballen kürzen, auch wenn meine Hündin bei der Pfotenpflege gerne mal zappelt.
  • Leiser Pfotentrimmer
  • Günstig im Internet zu finden, entfernt auch dichtes Haar. Besonders praktisch für sensible Hunde, die beim normalen Trimmen lieber ihre Pfoten einziehen.
  • Pfotenbalsam von Pernaturam
  • Schützt und pflegt die Ballen, egal ob nach einem matschigen Winterspaziergang, nach heißen Sommertagen oder für mehr Halt auf dem Wohnzimmerboden.
  • Feuchtes Mikrofasertuch: Gehört für mich zur Routine nach jedem Ausflug.
  • Leckmatte: Mein Geheimtipp! Sie hält den Hund beim Kürzen der Pfoten beschäftigt. Wenn Leckerli nicht mehr helfen, funktioniert die Leckmatte zuverlässig.
Diese Helfer sind bei mir immer mit dabei, egal ob zuhause, im Urlaub, beim großen Ausflug oder nach dem Wochenende-Spaziergang. 

Wer den Balsam von Pernaturam gerne ausprobieren möchte, kann sich bei mir melden. 
Ich habe einen Link für einen Rabatt.

Meine Erfahrungen können dir vielleicht auch helfen
  • Kürze die Haare zwischen den Ballen regelmäßig
  • Trimme statt radikal entfernen, find das richtige Maß
  • Reinige die Pfoten nach jedem Spaziergang, besonders wenn noch Salz oder Sand auf den Wegen ist 
  • Achte auf Parasiten im Frühjahr und Sommer
  • Pflege auch die Ballen für mehr Halt auf glatten Böden
  • Nutze die kleinen Hilfsmittel wie Pfotenschere, Trimmer, Balsam, Mikrofasertuch und Leckmatte, sie retten deinen Alltag. 
Pfotenpflege ist keine Wissenschaft, sondern ein kleines Ritual für mehr Wohlbefinden bei deinem Hund und weniger Frust bei Schnee, Sand, Salz und glatten Böden. Hast du eigene Erfahrungen, Fragen oder einen Lieblings-Trick? Schreib mir gern oder lass einen Kommentar da. Ich freue mich auf den Austausch und auf viele glückliche Hunde mit gepflegten Pfoden, draußen wie drinnen!
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